JGV

Wozu nutzt ein Jagdgebrauchshundeverein eine Website?

Um seine Informationen zu übermitteln. Weil die Website hierfür ein äußerst vielseitiges, komfortables und zeitgemäßes Instrument ist. Und weil über eine Website den Menschen Antworten gegeben werden können

Trefflicher als Georg Graf von Kerssenbrock-Praschma von der Jägerstiftung natur+mensch es in seiner Rede zum Landesjägertag NRW Ende Mai 2015 tat, hätte die maßgebliche Aufgabe, die es zu leisten gilt, nicht formuliert werden können:

Die Menschen wollen Antworten. Und wenn wir Jäger sie nicht geben, dann geben sie andere. Wir müssen der nichtjagenden Bevölkerung die Frage beantworten, weil wir es wissen, weil wir uns auskennen, weil wir es gelernt haben und nicht die Grünen und selbsternannten Naturschützer. Wir Jäger sind die Fachleute.

Ja, die Menschen wollen Antworten und sind alles andere als uninteressiert. “Die Deutschen lieben Wildnis” so das einschlägige Ergebnis einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz. Die “Landlust”-Titel boomen, wenn auch die Vorstellungen von Natur bisweilen etwas verklärt sind. Grund genug sich dieser Aufgabe anzunehmen, sind doch zwei maßgebliche Voraussetzungen längst erfüllt: Die Aufmerksamkeit und das Interesse der Menschen! Es bedarf (noch) des Weges, sie zu erreichen, um ihr Bedürfnis zu wecken und sie dann mitzunehmen, in die Natur, die naturgemäß im realen Leben stattfindet.

Im Vor-Internet-Zeitalter war das ein eher mühseliges Geschäft: Es entsprach überwiegend dem Gießkannenprinzip. Und schnell sprengte es die personellen und zeitlichen Kapazitäten gerade kleinerer und regionaler Verbandsstrukturen.
Das Internet hat es leichter gemacht: Die Menschen sind im Internet erreichbar. Dort suchen sie nach ihren Informationen. Dort können sie direkt angesprochen werden und gesprochen werden, wie es – allerdings dem Zufall überlassen – bisweilen auch einmal in der Fußgängerzone oder beim Waldspaziergang geschehen kann. Umgekehrt lassen sich in einer Website als Basis auch die ganz alltäglichen Verbandsbelange einarbeiten. Es kann mit den Mitgliedern kommuniziert werden und können deren Informationsbedürfnisse gedeckt werden. Es können Verknüpfungen zu Inhalten befreundeter Verbände und naher Initiativen hergestellt werden. Über die verbundenen Sozialen Netzwerke können die Inhalte weiterverbreitet werden und kann jedes Mitglied dazu beitragen.

Früher wäre der nachfolgende Beitrag von Joachim Orbach über das 80-jährige Bestehen des Jagdgebrauchshundeverein (JGV) “Oberbergischer Jäger“ e.V. klassischer Anlass für eine Pressemitteilung an die Redaktion der Regionalzeitung gewesen:

Ein Jagdgebrauchshundeverein stellt sich vor

von Joachim Orbach

Jagd ohne Hund ist Schund, so das landläufige Sprichwort!
– Der Jagdgebrauchshundeverein “Oberbergische Jäger” e.V. seit 80 Jahren im Dienste des Jagdgebrauchshundewesen und der Jagd

„Ohne einen brauchbaren Jagdhund ist eine waidgerechte und damit tierschutzkonforme Jagdausübung nicht möglich.“
Dieser Satz ist die Kernaussage der Satzung des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) – dem Dachverband des Jagdgebrauchshundewesens. Auch für den Jagdgebrauchshundeverein (JGV)“Oberbergischer Jäger“ e.V. ist dieser Satz die oberste Maxime.
Seit seiner Gründung 1935 ist es das Hauptziel des JGV “Oberbergischer Jäger“ e.V., den vielseitigen Jagdgebrauchshund auszubilden und zu prüfen. Daher bietet der JGV „Oberbergischer Jäger“ e.V. für Jagdhunde entsprechende Prüfungen, Lehrgänge, Welpen- und Junghundekurse an. Von jeher wurde und wird großer Wert auf jagdnahe und praxisgerechte Ausbildung und Prüfungen gelegt.

Im Wandel der Zeit

Das ist heute wichtiger denn je: Seit 1935 haben sich Land- und Forstwirtschaft stark verändert und damit auch die Bedingungen für die Jagd. „Die Aufgabenschwerpunkte unserer vielseitigen Jagdhelfer haben sich, nicht zuletzt durch die Verbreitung des Schwarzwildes, immer mehr in Richtung Waldarbeit verlagert. Die Möglichkeit zur Feldarbeit besteht für viele Hunde nach der Prüfung nicht mehr.”, so der heutige Vorsitzende Michael Knitter in der anlässlich des 75 jährigen Jubiläums 2010 erschienen Vereins-Chronik. Bei zunehmenden Einschränkungen und Regulierungen bis hin zu immer komplexeren und detaillierten Prüfungsordnungen besteht trotz zunehmender Zersiedlung im Bergischen Land erheblicher Bejagungsbedarf und damit auch die Notwendigkeit gut ausgebildeter und geprüfter Jagdhunde.
Den Tier- und Naturschutzauftrag der Jägerschaft unterstützt der JGV in Ausbildung und Einsatz von gut ausgebildeten Vorstehenhunden, wenn für die “tierschutzkonforme Frühmahd” die Wiesen und anderes Grünland wenige Stunden vor dem Einsatz des Kreiselmähers nach abgelegten Rehkitzen und anderen Jungtieren wie Hase und Kibitz abzusuchen sind.
Doch in Zeiten von “lila Kühen”, abgepackten Schnitzeln und, in denen das Rehkitz Bambi Kind vom Hirsch ist, versteht sich der JGV “Oberbergische Jäger” e.V. auch zunehmend als Ansprechpartner für interessierte Bürger.

80 Jahre zeitgemäß und traditionsverbunden

Dass zur waidgerechten und tierschutzkonformen Jagdausübung brauchbare Jagdhunde erforderlich sind, erkannten auch schon vor 80 Jahren die Jägern im Oberbergischen: Am 8. Juni 1935 gründete der Kreisjägermeister und Gerbereibesitzer Robert Schumacher aus Waldbröl mit sieben weiteren Jägern den Gebrauchshundeverein „Oberbergisch Land“ (e.V.), der 1936 in das Vereinsregister eingetragen wurde. Bereits 1939 trat der Verein dem Jagdgebrauchshundeverband e.V. bei. 1979 wurde der JGV “Oberbergische Jäger” e.V. Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft “Schweiß „Bergisches Land“”.
Da der Begriff “Gebrauchshunde” auch andere Gebrauchshunde wie z.B. Schutzhunde, Blindenhunde und Hütehunde umfasst, wurde für den Verein eine Namensänderung in Jagdgebrauchhundeverein (JGV) “Oberbergischer Jäger“ e.V. erforderlich. Die Anzahl der Mitglieder aus allen Bereichen der Gesellschaft wuchs stetig und schwankte in den letzen Jahren zwischen 220 und 260 Mitglieder.
Über die Grenzen des Oberbergischen Kreises hinaus bekannt machten den Verein der im Jahre 1979 verstorbene langjährige Geschäftsführer Walter Müller aus Wilkenroth und der langjährige 1. Vorsitzender Walter Stein aus Engelskirchen/Loope. Nicht unerwähnt bleiben darf Margot Voswinkel, geb. Krahwinkel, die sich besonders um den Verein verdient gemacht hat und diesem über 75 Jahre angehörte.

Die Traditionen fortzusetzen, die Aufgaben fortzuführen und die Anforderungen des Wandels anzunehmen, werden die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft sein.

(mit freundlicher Genehmigung von Joachim Orbach (Fotos: © Joachim Orbach))

Die Vorteile einer Website am Beispiel der des JGV “Oberbergische Jäger” e.V.

Anders als die klassische Pressemitteilung, die der Redakteur der Regionalzeitung oder einer Fachzeitschrift aufnimmt (mit der jeweils “einseitigen” Leserschaft), hat der Text Joachim Orbachs, (auch) auf der Website eingestellt, den Vorteil, dass er über den Erscheinungszeitraum eines Printtitels verfügbar bleibt.

Die Website des JGV “Oberbergische Jäger” e.V. zeigt außerdem, wie vielseitig eine einzige Website die unterschiedlichen Bedürfniss- und Interessengruppen vereinigen kann: Originäre Verbandsbelange, die fortdauernd der Veränderung unterliegen, können mit (überwiegend) statischen Elementen wie Kontaktdaten oder Ansprechpartner kombiniert werden. Bestandsmitglieder finden ihre Informationen, aber auch “Neuankömmlinge” erhalten einen Einstieg. Mit Link-Listen können interessensnahe Verbände und deren Inhalte und Informationen zugänglich gemacht werden.
Ein wesentlicher Vorteil einer Website und eben über alles hinausgehend, was ein einzelnes Bild in einem Printbeitrag zu leisten vermag, ist die Möglichkeit Bilder, Bildgalerien und kurze Videos einbeziehen zu können. Diese lockern nicht nur Texte auf und machen diese leichter erfassbar, sie beleben auch und geben auch – wie beim JGV “Oberbergische Jäger” den Menschen, die es machen, dem Vorstand und Mitgliedern ein Gesicht.
Mit der Startseite, die Herr Orbach mit aktuellen Beiträgen aus der “Szene” unterhält, eröffnet er nicht nur inhaltlich den Horizont für das weitere Geschehen, sondern erfüllt vor allem eine elementare Aufgabe und Herausforderung, die heute eine Website leisten sollte: Die Seite unterliegt der ständigen inhaltlichen Veränderung, die die Suchmaschinen wahrnehmen.

Vergrößern

CMS-Eingabefenster am Bsp. von wordpress
CMS-Eingabefenster am Bsp. von wordpress

C. Wilms

Der größte Vorteil des technischen Fortschritts jedoch: So genannten Content-Management-Systeme (CMS) erlauben eine Aktivität auf und mit der Website ohne – jedenfalls fast – Internetkürzeln und -formeln. Texte können ganz normal in Klarschrift eingegeben werden. Auch Bilder und Videos lassen sich mit wenigen Klicks einarbeiten. Nach einer vergleichsweise kurzen Anleitungsphase kann jeder die Inhalte seiner Website eingeben und Termine einpflegen, ohne dass es noch des Webdesigners oder Technikers mit seinem HTML, PHP, CSS und wie die ganzen Websprachen heißen, bedürfte.

Mit der Vernetzung, mit der Verteilung in den Sozialen Netzwerken, mit Informationen & Geschichten von Natur, Jagd und Jagdhunden sind die Jäger und ihre Verbände sowie diesen nahe, die mit an diesem Strang ziehen wollen, auf diesem Weg viel näher daran, den Menschen Antworten geben zu können, als es jemals zuvor der Fall war.

Und auch dieser Vergleich von Georg Graf von Kerssenbrock-Praschma

Das Fußballspielfeld ist zu groß, als dass der Mannschaftskapitän allein das Spiel gewinnen kann.
Auf allen Positionen des Spielfeldes muss professionell gespielt, ja gekämpft werden.
Und es ist nicht wichtig, wer die Bälle im Tor versenkt.
Der Ball, rund, muss ins Tor, eckig, egal durch wen und aus welcher Position.
Ich denke, dass sich am Ende die ganze Mannschaft über den Erfolg freuen kann.

ist nicht von der Hand zu weisen.

Mit Beiträgen, zu denen alle beitragen können, auf Websites, die jeder unterhalten kann, lassen sich Antworten geben.

[ssba]

The author

"Visionen ersinnen & vordergründig Unvereinbares verbinden", diskussionsfreudige Brückenbauerin & Erklärbär, social media- und rechtsaffine Journalistin, Jagdhund-Liebhaberin und Jägerin

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